Glückssuche auf der Leinwand: Drei Filmklassiker, die in Casinos spielen

Das Casino und das Kino haben einiges gemeinsam. Beide suchen Menschen gerne auf, um für die Dauer von wenigen Stunden vom Alltag abzuschalten. Hier wie da tauchen sie in eine illusorische Welt ein. Im Kino finden Zuschauer eine Wirklichkeit vor, die besser ist als die reale. Und im Casino geben sich Glücksspieler der Illusion hin, sich mit einem Gewinn ein Leben ohne finanzielle Sorgen zu ermöglichen.

Nicht zuletzt ist die Spannung das Moment, das beide Welten verbindet. Sowohl das Kino als auch das Casino zehren von der Ungewissheit des Zuschauers/des Spielers, was den Ausgang eines Films/eines Spiels angeht. Diese und weitere Gemeinsamkeiten sind die Gründe, warum das Kino und das Casino schon so manches Mal Allianzen eingingen. Im Folgenden geht es um Filme, in denen die Figuren auf der Suche nach Glück im Casino landen.

Rain Man

„Rain Man“ ist der große Filmklassiker der 1980er Jahre. Das Drama kreist um den Autoverkäufer Charlie (Tom Cruise), der erfährt, dass er einen Bruder hat. Raymond (Dustin Hoffman) ist Autist, der in einer Klinik für geistig Behinderte lebt. Als es zu einer Begegnung der beiden ungleichen Brüder kommt, will Charlie die besondere Begabung Raymonds für sich nutzen. Raymond hat ein phänomenales Gedächtnis hat und verfügt über unglaubliche Rechenfähigkeiten. Charlies Idee: In Las Vegas das große Geld machen. Der Plan geht auf, Raymond findet durch Kartenzählen das Spielglück.

Hangover

Auch in „Hangover“ landen die Protagonisten irgendwann an den Glücksspieltischen von Las Vegas. Die Handlung: Vier Kumpels reisen in die Glücksspiel-Metropole, wo sie einen Junggesellenabschied feiern wollen. Nach einer durchzechten Nacht wachen drei mit einem Riesenkater auf, der vierte im Bunde ist verschwunden. Um den verschollenen Kumpel zu finden, brauchen sie Geld, was sie in einem Casino zu gewinnen hoffen. Der beste Gag des Films: Ausgerechnet der größte Trottel der Truppe erweist sich als genialer Kartenzähler.

Lola rennt

Eine denkwürdige Glücksspiel-Szene gibt es auch in Tom Tykwers Kultfilm „Lola rennt“. Auch hier findet sich die klassische Ausgangssituation: Eine Figur weiß aus Verzweiflung nicht mehr ein und aus, weshalb sie ihr Glück beim Glücksspiel versucht. Lola, die Titelfigur des Films, muss innerhalb kürzester Zeit 100.000 Mark auftreiben. Andernfalls wird ihr Freund getötet. Sie landet in einem Casino, wo viele Kugeln rollen. Eine von ihnen landet, wo sie landen soll. Lola gewinnt das Geld und rettet ihren Freund. Von wegen: „Rien ne va plus“.